Schoßgebete von Charlotte-Roche (Roman)

Alicia 11. August 2011 0
  • Preis
  • Erotik
  • Witz
  • Unterhaltung

Broschiert: 288 Seiten

Verlag: Piper (10. August 2011)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 349205420X

ISBN-13: 978-3492054201

Größe: 21 x 13,4 x 3 cm

Nach dem sagenhaften Erfolg ihres im Jahr 2008 veröffentlichten ersten Romans „Feuchtgebiete“ macht Skandal-Autorin Charlotte Roche nun mit ihrem neuen Werk „Schoßgebete“ auf sich aufmerksam. Der Wirbel, den ihr erster Roman, welcher gerade durch seine radikalen Offenheit und Freizügigkeit bei vielen für Empörung sorgte, machte „Feuchtgebiete“ mit bislang zwei Millionen verkauften Exemplaren zum Bestseller. Der Roman stand acht Monate lang auf den Bestsellerlisten  und wurde zum erfolgreichsten Buch des Jahres.

Ihr neues Wek „Schoßgebete“ thematisiert eines der letzten Tabus: den ehelichen Beschlag. Dabei geht es um Themen, wie Ehe, Sex, Liebe und Vertrauen und die Frage, wie ein Ehepaar es schafft, für immer zusammenzubleiben.

Beschreibung

Elizabeth ist eine junge Frau, immer auf der Lauer, immer kontrolliert, immer auf das Schlimmste gefasst. Nur beim Sex vergisst Elisabeth alle Pflichten und Probleme des Alltags. Nur hier ist sie plötzlich frei und nichts ist ihr peinlich. Elizabeth mag Sex. Am liebsten tagsüber und bei geschlossenen Fenstern, damit die Nachbarn nichts hören. Auf dem Bett macht ihr Mann die Heizdecken an. Jetzt kann es endlich losgehen. Sofort fährt ihre Hand in Georgs XXL-Yogahose. Und genau ab hier betrügt sie ihre Mutter, die alle Männer hasst und Elizabeth seit jeher davon überzeugen wollte, dass Sex etwas Schlechtes ist. Das hat aber nicht geklappt, Glück für Elizabeth, Glück für Georg. Dabei verliert sie nie das Ziel aus den Augen, mit der Liebe ihres Lebens für immer zusammenzubleiben.

Sex ist aber nicht alles, daneben gibt es auch noch Essenkochen für Tochter Liza und Elisabeths Exmann, Lizas Vater. Auch ihre Ängste und die schrecklichen Eltern spielen keine unwesentliche Rolle. Wobei diese Themen für Elizabeth seit dem Unfall immer zusammengehören.

Zitate aus dem Buch

„Er guckt mir kein einziges Mal ins Gesicht. Ich bestehe nur aus Vagina.“

„Viele Männer suchen ja extra junge Frauen aus zum Bumsen. Die denken wohl, dass sich die Jugend durch den Schwanz überträgt. Ist aber nicht so.“

„Wir versuchen bei jedem Puffbesuch als das freundlichste Freierpärchen wieder rauszugehen. Fair Trade und Bio, mit sehr viel Trinkgeld.“

„Das Kind darf die Eltern niemals beim Sex erwischen. Kind und Sexualität müssen streng getrennt werden, damit man das Kind nicht
überfordert. Wir sind ja keine Lehrer an der Odenwaldschule!“

„Analverkehr war bei all meinen Freunden schon immer ein großes Thema, aber nie so groß wie bei Georg. Alle waren Katholiken. Ich glaube, das hängt zusammen.“

„Meine Mutter hat mich sehr feministisch erzogen. Ich glaube, da ist irgendwas schief gelaufen in der Erziehung, und ich bin eine Art sexuelle Katholikin  geworden.“

„Wir sind ja keine Christen, wir sind Zufall.“

„Seit dieser Verletzung ist der Analverkehr eine Riesensache bei uns geworden. Wie Käsefondue in der Familie. Selten, aber dann richtig abgefeiert.“

„Ich bin die Summe aller Fehler meiner Eltern.“

Fazit

In „Schoßgebete“ werden zentrale Themen, wie Ehe und Familie wie noch nie zuvor erzählt. Die Story der jungen und unerschrockenen, aber auch verletzlichen Elisabeth besticht durch ihre radikal offene und selbstbewusst Erzählweise, gespickt mit viel grimmigem Humor, wie man ihn von Charlotte Roche kennt.

Die Zweifel, dass  auch der Nachfolger ein Millionenbestseller werden könnte, waren groß. Jetzt ist der neue Roman im Handel erhältlich und die Verkaufszahlen sprechen für sich. Bereits am ersten Verkauftag war  „Schoßgebete“ in vielen Online-Shops und Buchläden das bestverkaufte Buch des Tages, einige Buchhandlungen mussten sogar noch am ersten Tag nachbestellen. So schoss  „Schoßgebete“ beim Online-Buchhändler Amazon – auch aufgrund zahlreicher Vorbestellungen – am ersten Verkaufstag auf Platz eins der Bestsellerliste!

Das beweist, dass das Interesse an Charlotte Roches Erzählungen nach wie vor immens ist. Der Verkaufserfolg ist natürlich auch an dem großen Medienrummel, welcher zur Veröffentlichung des Werkes stattfand, begründet. Charlotte Roche weiß genau, wie sie die Aufmerksamkeit auf sich lenkt und welche Wirkung sie auf andere hat. Sie ist und bleibt nun mal eine spannende Autorin, deren Werke durch den geschickt verpackten Voyeurismus und Themen aus ihren Privatleben, aber auch Sensibilität und ungestümen Witz, für den Leser äußerst interessant und packend sind.

Die Chancen, dass ihr neues Werk „Schoßgebete“ zum neuen Verkaufshit und Bestseller werden und den großartigen Erfolg von „Feuchtgebiete“ sogar noch toppen kann, stehen bestens. Das Interesse ist riesig, jedoch ist, ebenso wie bei ihrem Debütroman, auch bei „Schoßgebiete“ von einer starken Polarisierung auszugehen. Die schonungslose Offenheit, mit der Charlotte Roche schreibt, ist nicht jedermanns Geschmack. Die Einen finden ihre Bücher ekelig und vulgär, die anderen sind hellauf begeistert und genießen gerade den unverwechselbaren Schreibstil, der kein Blatt vor den Mund nimmt und alles schonungslos ausspricht.

Mit „Schoßgebete“ erwartet den Leser wieder ein toller, spannender und interessanter Roman von Charlotte Roche, der die Dinge einfach beim Namen nennt! Wer bereits „Feuchtgebiete“ gelesen hat, weiß, was ihn bei „Schoßgebete“ erwartet.

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